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Poolpflege

Für ungetrübten Badespaß: Fünf Fragen und Antworten zur Poolpflege

Planschen im kühlen Nass macht nur Spaß, wenn das Wasser klar und hygienisch sauber ist. Mittels einer leistungsstarken Pumpe und leichten chemischen Mitteln erreichen Poolbesitzer, dass das Wasser im Pool sauber bleibt. Ein Filter entfernt größere Partikel an Schmutz, Laub und Gestrüpp. Doch wie funktioniert die Poolpflege genau? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie befülle und entleere ich meinen Pool?

Das Wasser von Außenpools sollte einmal jährlich komplett gewechselt werden. Als Zeitpunkt eignet sich hierfür die Reinigung im Frühling. Wenn Sie etwas Geduld mitbringen, können Sie das Trinkwasser einfach über einen Gartenschlauch einlaufen lassen. Gerade bei kleineren Pools ist dies die bessere Alternative. Bei größeren Pools bietet sich die Möglichkeit, sich beim zuständigen Wasserwerk ein sogenanntes Standrohr mit Wasserzähler gegen Gebühr auszuleihen. Damit kann das Wasser direkt an der Straße angezapft werden. Zum Ablassen des Wassers können Sie eine Tauchpumpe nutzen oder Sie stellen das Mehrwegeventil der Sandfilteranlage auf „Entleeren“, ohne die Pumpe selbst anzuschalten. Das Poolwasser wird dann durch die Schwerkraft abgelassen.

Was ist eine Filteranlage?

Dank einer guten Wasserdurchströmung lässt sich auf den überhöhten Einsatz von Chemie verzichten. Dies funktioniert mithilfe einer guten Filtertechnik. Wir empfehlen vor allem durch den Stellplatz im Außenbereich den Einsatz einer Sandfilteranlage. Die Filterung des Wassers erfolgt hier durch Quarzsand. Stellen Sie die Laufzeit des Filters idealerweise so ein, dass das Wasser einmal bis 1,5 mal pro Tag umgewälzt wird. Der Skimmer nimmt das verschmutzte Wasser an der Pooloberfläche auf und leitet es in die Sandfilteranlage. Dort wird es gereinigt und fließt über die Einlaufdüsen wieder zurück in den Pool.

Wie halte ich meinen Pool sauber?

Bei der Wasseraufbereitung für Ihren Pool spielen verschiedene Faktoren zusammen. Damit das Wasser während der Badesaison stets hygienisch sauber und klar bleibt, sollte zunächst regelmäßig eine Stoßchlorung durchgeführt werden. Chlor wirkt keimtötend und beseitigt auch diejenigen organischen Verunreinigungen des Wassers, die der Filter nicht schafft. Die Wasserpflegeprodukte auf Chlorbasis sind als anorganische und organische Varianten erhältlich. Konkret heißt das: Die desinfizierende Wirkung des anorganischen Mittels tritt direkt nach der Anwendung ein. Organische Produkte wirken erst, wenn der Anteil an freiem Chlor im Becken absinkt. Zur Desinfektion mit Chlor können Tabletten oder Granulate verwendet werden. Wird Granulat genutzt, ist der Chlorgehalt regelmäßig zu kontrollieren. Bei Tabletten muss hingegen nicht täglich gemessen werden. Alternativ kann eine automatische Dosieranlage mit flüssigem Desinfektionsmittel kontinuierlich eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine Elektrolyseanlage. Bei dem Einsatz von Chlor gilt: Je höher die Temperaturen sind, desto häufiger müssen Sie den Pool desinfizieren. Eine andere Möglichkeit zur Wasserdesinfektion bietet Aktivsauerstoff, bei dessen Anwendung sauerstoffabspaltende Verbindungen wie etwa Wasserstoffperoxid eingesetzt werden. Keime im Wasser werden so langsam abgetötet. Hierbei kann aber nicht dauerhaft auf die Anwendung von chlorhaltigen Mitteln verzichtet werden, da die Keime mit der Zeit resistent werden und nur noch durch Chlor abgetötet werden können. Warme Sommertage mit viel Sonne begünstigen auch den Algenbefall des Wassers. Ist das Wasser grün und finden sich Ablagerungen an den Wänden und am Boden, reicht eine Stoßchlorung allein nicht mehr aus. Dann müssen zusätzlich flüssige Algizide ins Wasser gegeben werden. Für eine optimale Wasserqualität muss außerdem der pH-Wert regelmäßig geprüft werden. Dieser sollte zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Mit einem pH-Senker kann alkalisches Wasser wieder in den richtigen neutralen Bereich versetzt werden, so dass auch Desinfektionsmittel wieder gut wirken können. Bei einem zu niedrigen pH-Wert, der sich in der Regel durch einen unangenehmen Geruch nach Chlor bemerkbar macht, muss hingegen ein pH-Regulierer eingesetzt werden.

Wie reinige ich meinen Pool?

Haben sich während dem Poolbetrieb größere Verschmutzungen auf dem Boden abgelagert, empfiehlt es sich, den Boden manuell mit einem Bodensauger abzusaugen. In der Regel ist dies einmal wöchentlich oder bei Bedarf nötig. Das Wasser halten Sie mittels chemischer Zusätze in flüssiger Form, Granulaten oder Tabletten hygienisch rein (s. Absatz 2). Im Frühjahr und im Winter wird eine ausgiebige Poolreinigung notwendig. Dafür eignen sich spezielle Reinigungsmittel und Reinigungsutensilien aus dem Fachhandel. Zunächst können Sie grobe Verschmutzungen mit einem Bodenkescher entfernen. Anschließend lassen Sie das Wasser ab und tragen auf die Wände und den Boden den Reiniger auf. Kalkablagerungen und andere Verschmutzungen müssen auf diese Weise komplett gelöst werden. Anschließend spülen Sie den Pool gründlich aus und lassen wieder das Wasser ab. Säubern Sie anschließend die Filteranlage und lassen Sie das Wasser neu ein. Führen Sie direkt nach dem Einfüllen eine Wasserdesinfektion durch. Tipp: Mit einem Poolroboter ersparen Sie sich die wiederkehrende Reinigung per Hand. Zudem wälzt er das Wasser zusätzlich um und verteilt die Poolpflegemittel. Dies macht sich vor allem in den Ecken bemerkbar, die häufig eine Problemzone darstellen. Die Höhe der Unterhaltskosten für einen Pool hängt im Übrigen von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Größe ab.

Mein Pool wird grün. Was kann ich tun?

Ist das Poolwasser grün und gegebenenfalls glitschig, sind die Poolwände und der Boden befallen, dann ist dies ganz klar auf Algen zurückzuführen. Schrubben Sie Ihren Pool mit einer Bürste und entfernen Sie alle Beläge. Anschließend saugen Sie die gelösten Bestandteile ab. Vergessen Sie danach nicht, alle angesammelten Beläge auch aus dem Filter zu entfernen. Anschließend gilt es, den pH-Wert zu kontrollieren und, wenn nötig, auf 7,0 bis 7,5 zu korrigieren. Zum Abschluss chloren Sie das Wasser und lassen die Filteranlage circa 24 Stunden lang laufen, so dass das Wasser wieder klar wird. Wirkungsvoll bei trübem Wasser ist es, eine Flockkartusche in den Skimmer einzulegen. Zur Vorbeugung kann außerdem eine Anti-Algen-Behandlung aus dem Fachhandel helfen. Grünes oder braunes Wasser kann auch nach einer Zugabe von Desinfektionsmitteln wie beispielsweise Chlor oder Sauerstoff auftreten. Dann ist es jedoch klar, eisen- oder kupferhaltig und besitzt einen zu niedrigen pH-Wert. Korrigieren Sie den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4. Legen Sie außerdem eine Flickkartusche zur Kupferentfernung in den Skimmerkorb ein und lassen Sie die Filteranlage mindestens 24 Stunden lang durchlaufen. Ist das Wasser danach noch nicht wieder klar geworden, legen Sie nochmals eine Flockkartusche nach.

Wissenswertes